Saudi-Arabien zweifeln an schnellem Wandel in der Elektromobilität

Quelle: pixabay.com

Der saudische Energieminister Khalid Al-Falih stellt den „Hype“ des Elektrofahrzeugmarktes in Frage und vergleicht ihn mit der Theorie des Peak Oil in der Vergangenheit.

Er sagte dass Benzin- und Dieselmotoren weitaus länger mit den aufkommenden elektrischen und Wasserstoff-Brennstoffzellentechnologien koexistieren werden, als allgemein erwartet und warnte, dass Fehleinschätzungen rund um das Tempo der Elektrifizierung „ernste“ Risiken für die globale Energiesicherheit bedeuten würden.

„Konventionelle Fahrzeuge machen heute trotz allen Hypes 99,8 Prozent der weltweiten Fahrzeugflotte aus. Das bedeutet, dass Elektrofahrzeuge aktuell nur 0,2 Prozent des Flottenanteils ausmachen. „Selbst wenn diese Zahlen in den nächsten Jahrzehnten um den Faktor 100 zunehmen würden, wären sie im globalen Energiemix immer noch vernachlässigbar.“ Falsche Einschätzungen zur Geschwindigkeit der Elektrifizierung können „ernste“ Risiken für die globale Energiesicherheit bedeuten.

Elektromobilität ist alles andere als emissionsfrei, „Erinnern wir uns daran, dass in vielen Teilen der Welt ungefähr drei Viertel des Stroms, aus Kohle erzeugt wird, vor allem in großen Wachstumsmärkten wie z.B. Indien oder China. So gesehen ist jedes Elektrofahrzeug, das auf den Straßen von Delhi oder Peking fährt, im Wesentlichen ein Auto mit Kohleantrieb.“

„Die aktuelle grundlegende ungelöste Herausforderung bei erneuerbaren Energien ist die Energiespeicherung – ein Faktor, der für die Nutzung von emissionfreier Wind- und Sonnenenergie entscheidend ist.

Elektrofahrzeuge und erneuerbare Energien werden sicherlich technologische und wirtschaftliche Fortschritte machen und eine stärkere Marktdurchdringung erreichen – aber relativ langsam und infolgedessen wird konventionelle Energie für lange, lange Zeit weiterhin benötigt werden.“

 

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